Dürer und die Reformation im Nürnberger Museumskalender

  • Posted on: 24 January 2017
  • By: CME

Albrecht Dürer: Bildnis Philipp Melanchthons, 1526 (Detail), Kupferstich. Die Ausstellung "Neuer Geist und neuer Glaube. Albrecht Dürer als Zeitzeuge der Reformation" soll einer der Höhepunkte des Museumsjahres 2017 in Nürnberg werden. Vom 30. Juni bis zum 3. Oktober werden im Albrecht-Dürer-Haus Zeichnungen, Druckgrafiken, Gemälde, Medaillen oder Skulpturen gezeigt. Ingrid Bierer, Leiterin der Museen der Stadt Nürnberg, stellte am Dienstag das Jahresprogramm vor.

Die Dürer-Ausstellung spüre den "oft überraschenden Zusammenhängen zwischen Humanismus, Bildungsreform und Reformation in Nürnberg" nach, sagte Bierer. Dürer sei nicht nur Künstler, sondern auch ein leidenschaftlicher Christ gewesen.

Bestimmendes Thema der Nürnberger Museen in diesem wie den kommenden Jahren sei die Vorbereitung auf die Bewerbung der Stadt Nürnberg zur Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025. Mit "lachendem Mut" wollen sich die Museen auf diese Aufgabe vorbereiten, erklärte Bierer. Dazu gehören auch Investitionen. 15,3 Millionen Euro für eine Erweiterung der Dauerausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände seien einer der größten Posten. Entstehen soll ein Informationssystem für die Besucher. Zudem werde der "Goldene Saal" in der Zeppelintribüne öfter zugänglich gemacht.

Mit knapp 700.000 Interessierten liegt die Zahl der Besucher in den Nürnberger Museen im Jahr 2016 unter dem Rekordjahr 2015, als rund 715.000 Personen in das Albrecht-Dürer-Haus, das Stadtmuseum Fembohaus, das Museum Tucherschloss, dem Spielzeugmuseum, dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und vier andere Häuser kamen. Das Ergebnis 2016 sei das zweitbeste im Zehn-Jahres-Vergleich, sagte Bierer.

 

Text: epd

Bild: Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg